Lange Zeit hatte ich kein Bedürfnis, Blogeinträge zu machen, für 2017 habe ich mir vorgenommen, regelmäßiger zu berichten.

Was bisher geschah: Seit Sommer 2015 bin ich bei der Agentur Keil & Keil unter Vertrag, mein zweiter Jugendroman wurde in der ersten Hälfte 2016 fertig und ich arbeite aktuell an einer Kinderromanreihe. Es gab insgesamt elf Lesungen mit Parkour, im letzten Sommer habe ich zusammen mit drei Kollegen aus Erkelenz eine einwöchige Schreibwerkstatt bei den Sommerferienspielen der Stadt Erkelenz für 10-14-Jährige geleitet, es gibt Planungen für eine neue Lesereihe in diesem Jahr. Im April 2016 packte mich ein neues Thema so sehr, dass ich nicht mehr aufhören konnte, mich damit zu befassen und nach Lösungen zu suchen. Es ging zunächst in einer Diskussion in einem Forum darum, dass Kinder- und Jugendbuchautoren sich oft mit der Forderung konfrontiert sehen, Mädchen als Protagonistinnen zu wählen. Das Thema weitete sich schnell aus, es kamen viele Aspekte hinzu und da ich als Autorin noch nicht sehr erfahren war, lernte ich viel über das Genre, in das ich mich begeben hatte. Angefüllt mit all diesen Informationen schrieb ich im Juni 2016 wie im Rausch ein Konzept und entwickelte darin die Visons eines YouTube-Kanals, bei dem Kinder- und Jugendbuchautoren ihre Bücher vorstellen können, bei dem aber auch andere Beteiligte der Buchwelt zu Wort kommen. Das eigentliche Thema war also Sichtbarkeit, ich wollte den Autoren und ihren Büchern, aber auch dem ganzen Thema, eine Bühne verschaffen. Nach dem ersten Entwurf ging die Arbeit erst richtig los: Ich stellte das Konzept erfahrenen Buchmenschen vor und überarbeitete es fortlaufend, aber vor allem begann ich zu lernen, wie man einen YouTube-Kanal betreibt. Ich kaufte mir eine Kamera und ein Schnittprogramm, übte, lernte aus Büchern, schaute Tutorial-Videos, baute mein Schreibatelier zum Filmstudio um, entwickelte Design-Ideen und hörte einfach nicht auf damit, auch nicht, als ich zwischendurch eine liebe Kollegin als Partnerin in dem Projekt gewann und sie wieder verlor.

Jetzt bin ich kurz davor, mit dem Kanal auf Sendung zu gehen. Ich habe einen Förderantrag für das Projekt gestellt und erfahre Unterstützung von vielen Seiten, aber vor allem ist die erste Feuerprobe schon bestanden: Am 6. Januar war Nikola Huppertz in meinem »Filmstudio« und hat ihr neues Jugendbuch »Mein Leben, mal eben« vorgestellt. Was soll ich sagen? Es war toll, wir hatten Spaß! Hätte ja auch anders sein können. Was wäre gewesen, wenn ich trotz aller Vorbereitung im Ernstfall kein Wort rausgebracht hätte? Nun, dann gäbe es diesen Blogeintrag nicht und auch kein Video von diesem Dreh. Sehr einfach. Es wird noch mal ein Schritt sein, dieses erste Video zu veröffentlichen, aber so ist das nun mal mit der Sichtbarkeit: Wenn man eine Bühne eröffnen will, muss man sie auch betreten und sich zeigen.

Ein bisschen stolz und voller Bammel präsentiere ich also mein neues Baby:

 

Autoren Dingsda, YouTube-Kanal

Anfang Februar geht es los, ich freue mich über jeden, der reinschaut, kommentiert, die Facebookseite besucht oder sich auf andere Weise interessiert.

Mein besonderer Dank geht an René Wagner, der alles kann, was ich noch lernen muss, und der schon beim ersten Konzeptentwurf spontan gesagt hat: »Da mach ich mit!« Bessere Unterstützung kann ich mir nicht wünschen.